Therapievielfalt und ganzheitliche Behandlung beim Heilpraktiker

In Köln gibt es – genau wie in jeder anderen Großstadt in Deutschland – eine Vielzahl an Heilpraktikern. Allein die Suche bei Jameda (ein Bewertungsportal für Ärzte und Heilpraktiker) führt mehr als 560 Heilpraktiker in Köln auf.
Doch was ist eigentlich ein Heilpraktikerin und was unterscheidet die verschiedenen Behandler voneinander?
Oft herrscht eine große Verwirrung und Unsicherheit. Ist ein Heilpraktiker automatisch Homöopath? Ist ein Arzt für Naturheilkunde auch ein Heilpraktiker? Wer darf sich überhaupt Heilpraktiker nennen?
Heilpraktiker sind in Deutschland die einzige Berufsgruppe neben Ärzten, die selbständig Krankheiten diagnostizieren und behandeln darf. Ärzte haben dabei noch mehr Möglichkeiten und Rechte als Heilpraktiker (z. B. die Verordnung verschreibungspflichtiger Medikamente). Insofern ist es für einen Arzt kein Vorteil, gleichzeitig Heilpraktiker zu werden. Viele Menschen verstehen die Zusatzqualifikation „Arzt für Naturheilkunde“ als „Mein Arzt ist auch Heilpraktiker“.
Auch ist weder ein Arzt für Naturheilkunde noch ein Heilpraktiker automatisch ein Homöopath. Die Homöopathie ist eine mögliche Behandlungsmethode der Naturheilkunde, es gibt aber noch eine Vielzahl anderer Methoden.
Therapieverfahren der Naturheilkunde, Alternativmedizin oder Komplementärmedizin sind extrem vielfältig und ein Heilpraktiker spezialisiert sich in der Regel auf ein paar wenige dieser Therapieverfahren. So gibt es z. B. Heilpraktiker, die mit Chinesischer Medizin (u. a. Akupunktur und Kräutermedizin), mit Osteopathie, Kräuterheilkunde, Orthomolekularer Medizin, oder Hypnose arbeiten. Das Erlernen dieser Therapieformen ist nicht Bestandteil der Heilpraktiker Ausbildung oder -Überprüfung, sondern muss in Zusatzausbildungen erlernt werden.
Insofern gibt es viele unterschiedliche Heilpraktiker mit unterschiedlichen Ausbildungswegen und Schwerpunkten. In der Regel werden Heilpraktiker aber grundsätzlich versuchen, den Menschen ganzheitlich zu betrachten. Das heißt, dass sich Heilpraktiker bei einer Behandlung in aller Regel nicht auf einzelne Symptome oder Diagnosen beschränken, sondern den Menschen als Einheit zwischen Körper, Geist und Seele sehen und versuchen, die Ursache einer Erkrankung auch ganzheitlich zu behandeln. Dies haben schon der Schweizer Arzt Max Bircher-Benner (der Erfinder des Bircher-Benner-Müslis) oder der Erfinder der Kneipp-Kur, Pfarrer Sebastian Kneipp so gesehen. Der von Kneipp und Bircher-Benner geprägte Begriff der „Ordnungstherapie“ beschreibt einen Lebensryhthmus, der im Einklang mit der Natur steht. Heute sprechen wir vom Lebensstil, der entscheidende Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat. Lebensstilmaßnahmen zur Verhütung und Behandlung von Krankheiten betreffen unter anderem unsere Ernährung, Bewegung (Sport), den Umgang mit Stress und die Regenerationsphasen.
Eigentlich alles bekannte Themen, aber leider immer noch sehr aktuell und nicht immer wird einem gesunden Lebensstil die notwendige Priorität eingeräumt. Die Folge sind Krankheiten, die aus diesem ungesunden Lebensstil und dem Raubbau, den wir mit unserem Körper, aber auch unserem Geist und unserer Seele betreiben.
Wer dies – z. B. aufgrund eigener Erkrankungen – verstanden hat, sucht oft Unterstützung bei einem Heilpraktiker. Ein guter Heilpraktiker sieht sich dann nicht nur als „Behandler“, sondern auch als Coach und Ratgeber, damit der Patient seinen persönlichen Lebensweg finden und wieder zurück zu mehr Gesundheit kommen kann.
Da dieser Weg für jeden Menschen anders ist, ist auch für jeden Menschen möglicherweise ein anderer Heilpraktiker der „richtige“ Behandler. Ich biete in meiner Praxis interessierten Menschen kostenlose „Kennenlerntermine“ an, damit sie mich kennenlernen und ihre Fragen zu meiner Arbeit und den damit verbundenen Kosten klären können.
Übrigens wende ich in meiner Praxis unter anderem Verfahren an, die auch viele Ärzte anbieten. Z. B. meinen viele meiner Patienten, ihr Orthopäde würde auch mit Chinesischer Medizin (Akupunktur) arbeiten. Hierzu sollte sich jeder selber eine Meinung bilden. Für mich gehört zu Akupunktur IMMER ein ausgiebiges Gespräch und eine Puls- und Zungendiagnose. Wenn aufgrund bestimmter Symptome (Knie- oder Rückenschmerzen) sofort Nadeln gesetzt werden, dann hat dies aus meiner Sicht nichts mit Chinesischer Medizin zu tun.
Neben den bereits erwähnten Methoden beschäftigen Heilpraktiker sich häufig auch mit der Stärkung der Selbstheilungskräfte. Dies kann z. B. mit Entgiftung, Leberreinigungskuren, oder Darmsanierung geschehen. Bei einer Darmsanierung wird die Darmflora, d. h. die Besiedelung der Darmschleimhaut mit unterschiedlichen Bakterien, zunächst untersucht und dann ggf. mit Hilfe von bestimmten Präparaten wie Probiotika verändert. In den letzten Jahren wird auch in der Schulmedizin und Wissenschaft immer deutlicher, dass die Darmflora von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit ist. Eine Fehlbesiedelung oder ein sogenanntes LeakyGut-Syndrom kann zahlreiche Erkrankungen begünstigen und auch Allergien und Unverträglichkeiten hervorrufen.

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